“Winterhaus” von Guterson | Eine gar nicht so kurze Kurzrezension #nichtgesponsert

Hallo!

Ich sitze gerade in meinem Lesesessel und tippe wild in die Tasten. Eingemummelt in meine neue Kuscheldecke – ich liebe sie – draußen viel zu warme Herbstsommerstrahlen, die trotz allem zu einem langen Spaziergang aufrufen.

Noch vor wenigen Minuten war ich tief in einer Geschichte versunken. 

 

Ich glaube, das ist genau die richtige Geschichte für mich. 

 

war der letzte Satz.

Doch trifft dies auch auf mich zu?

Werdet ihr nach diesem Post mit eben jenem Satz zur nächsten Buchhandlung rennen?

Lassen wir uns überraschen…

 

Elisabeth soll gegen ihren Willen ihre Ferien in dem Hotel “Winterhaus” verbringen. Niemals hätte sie wohl vermutet, was sich hinter diesem Gebäude verbirgt und welche aufregenden Ereignisse dort auf sie warten würden…

“Das Winterhaus” | Ben Guterson | Verlag Freies Geistesleben | 978-3-7725-2891-0

 

Meine Meinung

Mir hat das Buch gut gefallen, wenn es doch auch ein paar Gründe zum Meckern gab.

Besonders gut fand ich die Atmosphäre, die es versprüht hat und natürlich auch die Aufmachung ist so liebevoll… 

 

Charaktere 

Das gar nicht mehr so kleine Mädchen Elisabeth lebt seit dem Tod ihrer Eltern (es war angeblich ein Autounfall) bei Onkel und Tante. Sie fühlt sich von ihnen gehasst, gehen sie doch so harsch und kühl mit ihr um. Ihre Tage dort sind relativ langweilig, könnte man sagen. Abgesehen vom Lesen natürlich und diesem “Gefühl”, das sie überkommt, bevor irgendwas…passiert.

Aber darum soll es an dieser Stelle nicht gehen. Konzentrieren wir uns doch darauf, dass sie eines Tages nach Hogwarts Winterhaus geschickt wird. Dort beginnt die Geschichte.

Im Mittelpunkt stehen viele interessante Charaktere, die im Ganzen sehr stimmig sind. Sie ergänzen sich, sind die perfekten Zutaten für das Abenteuer (wenn ihr das Buch selbst lest, wisst ihr, was ich meine).

 

Bedenke man doch die zwei Männer, die schon jahrelang über ein und demselben Puzzle grübeln. Ab und zu finden sie sogar ein passendes Puzzelteil und das ganz ohne Teeparty.

Oder der Hotelchef, der sie gleich liebevoll begrüßt, sehr einnehmend ist und sonderbare magische Tricks kennt.

Freddy darf man auf keinen Fall vergessen. Vielleicht ist er neben Elisabeth sogar die wichtigste Figur. Ebenso wie unsere Protagonistin ist er sehr klug, liebt Anagramme und Wortspiele… – war noch was? Na, jedenfalls ist er ein großer berühmter Erfinder. Oder wird das eines Tages zumindest sein (wovon Elisabeth überzeugt ist).

Soviel zu den guten Menschen. Die andere Fraktion gibt es aber natürlich auch. Doch dazu müsst ihr das Buch selbst zur Hand nehmen.

 

Gestaltung

Der Umschlag überzeugt mit Scherenschnitt, tolle schwarz/weiß – Illustrationen machen die Handlungen und Personen noch greifbarer und die Titel darf man auch nicht vergessen. Letztere sind zu den von den beiden Kindern geliebten Wortleitern aufbereitet. Ich kann damit nicht all zu viel anfangen – doch das ist natürlich Geschmackssache (wie so vieles bei Büchern).

Die Illustrationen muss ich aber noch einmal erwähnen – sie haben es verdient. Schaut sie euch nur an! 

 

 

Idee

Ich hätte auch gerne ein Winterhaus. Vielleicht ohne die Gefahren. Aber gerne mit der Möglichkeit, in dem Haus zu Konzerten zu gehen und so viele andere Dinge. Es ist der perfekte Ferienort.

Das Rätsel und die Art der Lösung fand ich sehr gelungen. 

Manche Motive dagegen waren für mich zu offensichtlich inspiriert. Auf der anderen Seite hat es aber auch gepasst. Mehr erzählen kann ich nicht, da ich sonst zu viel verrate. 

Leider habe ich in meinem Bekanntenkreis keine älteren Kinder. Mich würde interessieren, ob sie mitfiebern und sich auch ein solches Abenteuer herbeisehnen würden. Ich kann es mir gut vorstellen – denn da der Autor an alles gedacht, was es dazu braucht. Die Kinder würden dann das Buch mit einem Lächeln beiseite legen und selbst eine Schnitzeljagd veranstalten. Oder rodeln gehen. Hm, wenn ich so darüber nachdenke…wer hätte jetzt auch Lust dazu? 

 

Emotionen

Wenn ich auch eine Woche für das Buch gebraucht habe, hätte ich es am Liebsten an einem Stück verschlungen. Dann wäre ich nur so durch die Seiten gerauscht. So sollte es wohl auch in der Gebrauchsanweisung stehen, wenn das Buch eine hätte.

Ob “Winterhaus” lustig sein soll, weiß ich nicht. Wenn in dem Buch gelacht wurde, blieben meine Mundwinkel jedenfalls an Ort und Stelle. Auch meine Fingernägel sind noch heil . Vergessen wir aber nicht, dass es ein Kinderbuch ist und ich es auf der anderen Seite bis zum Ende gelesen habe und es keinesfalls bereue.

 

Unterm Strich kann man wohl sagen, dass es zwar kein Lieblingsbuch, aber eine Leseempfehlung ist.

 

Fazit

Diese Geschichte ruft mit einer Prise Magie und viel mehr Portionen Geheimnissen und Abenteuer zu kuscheligen Lesestunden auf. 

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