The woman in the window” von A. J. Finn *Werbung *nichtgesponsert

Kurz vorweg…

Hallo zusammen!

 

Das folgende Buch habe ich nur deswegen gelesen, weil ich spontan Lust auf einen Thriller hatte und es bei den Leseexemplaren stand. Die Dicke hat mich ein wenig stutzig gemacht – für dieses Genre ungewöhnlich.

Kritiken hatte ich noch keine gelesen. Aber es ist mir davor trotzdem immer wieder und wieder begegnet. Also musste es einfach mit. Auch, wenn es angeblich wie Gone Girl sein sollte…ein Buch, das ich gar nicht so gern gelesen habe.

Doch darum soll es ja heute nicht gehen.

Vielleicht kennt ihr ja auch den von mir gemeinten Clip?

Jedenfalls habe ich es dann mitnehmen müssen und nach dem Lesen hab ich die Werbung nicht mehr gesehen. So ist das manchmal.

 

Diese Rezension liegt schon länger in der Cloud herum. Ich meine, dass ich euch das Buch in meinen “Aprilgeschichten” vorgestellt habe.

Also wird es doch mal Zeit, dass ich euch mehr erzähle!

 

Uuuund los geht’s!

 

Meine Meinung und mehr…

 

Die Agoraphobie hält sie im Haus gefangen. Medikamente, Alkohol und die Nachbarschaft zu beschatten bestimmen ihr Leben.

Als sie eines Tages einen Mord beobachtet, glaubt ihr keiner…

 

 

 “The Woman in the window” |  A. J. Finn

Verlagsgruppe Randomhouse |  544 Seiten |  978-3-7645-0641-4

 

Fazit

Mit “the woman in the window” bekommen wir einen Einblick in ein dramatisches Schicksal, werden hinters Licht geführt und erleben gute Unterhaltung. 

 

 

 Protagonisten

Anna Fox gewährt uns in diesem Buch durch die Hand des Autors einen Einblick in X Tage ihres Lebens und so auch in einen Blick in ihre Seele. Ein Trauma in ihrer Vergangenheit steckt ihr tief in den Knochen. Doch das ist nicht das einzige ihrer Geheimnisse. Sie weiß mehr als andere Bescheid, was in ihrem Nachbarhaus vor sich geht und das wird ihr zum Verhängnis.

 

Schreibstil

541 Seiten. Geprägt durch eine zu zerreißen drohende Stimmung. Verteilt über viele kurze Kapitel. X Kapitel, um genau zu sein.

Die Geschichte plätschert eine lange Zeit nur vor sich her. Was soll auch großartiges passieren – unter diesen Umständen? Weniger Seiten hätten es auch getan – ein Gedanke, den ich dem Autoren häufiger an den Kopf werfen wollte. Doch nur auf diese Weise wird die Situation der Hauptfigur authentisch dargestellt. Das wird mir spätestens im letzten Viertel bewusst. So kommt übrigens genau dieser Teil auch viel besser zur Geltung. Hier wurde ich immer wieder hinter’s Licht geführt.

 

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich durch die kurzen Kapitel und durch das Interesse an der Protagonisten am Ball geblieben bin. Nennt man das einen stillen Thriller? Denn es passiert anfangs wirklich nicht viel.

Aber alleine durch das Schicksal von Dr. Fox (das ist sie übrigens) bleibt es durchgehen interessant. Kritiker meinen, es wäre ähnlich wie “Gone Girl”. Während ich bei Gone Girl fast eingeschlafen wäre, habe ich “The woman in the window” verschlungen. Oder die Geschichte mich?

 

Ich habe das Gefühl, durch meinen eigenen Verstand zu fallen.

(keine Seitenangabe, weil Spoilergefahr) 

Und wir fallen mit dir, Anna…

 

Gefühle

Irgendwie konnte ich ihre Gedanken und Handlungen der Protagonistin gut nachvollziehen.

Wenn man sich sein eigenes Gefängnis kreiert hat, bleibt nicht mehr viel übrig. Alkohol, Medikamente und die Spionage der Nachbarschaft – das ist das Leben der Psychologin Anna Fox .

Tag für Tag bekommen wir als Leser einen Einblick. In ihre Erinnerungen, den ihr einen Sinn gebenden Chatunterhaltungen und das Geschehen im Nachbarhaus. Sie fühlt sich unverstanden und einsam. Versucht, ihren seelischen Schmerz nach einem tragischen Ereignis in Alkohol zu ertränken. Natürlich hat das auch Folgen. An manchen Stellen habe ich dann fast schon selbst betrunken gefühlt. So viel zur Empathie. 

 

S.294: Ich habe ein Vermutung. Sie ist sehr grausig – hoffentlich nicht wahr? 

S.307: Aha! Keine Überraschung…

 

Diese beiden Momente sind aus dem Muster gesprungen. Davon abgesehen war es meistens nicht vorhersehbar. Jedenfalls aus meiner Sicht. Der Autor spielt sein Spiel erfolgreich! Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

 

Es erinnert mich übrigens noch viel mehr an Hitchcocks Werke. Besonders an eines. Kennt jemand “Das Fenster zum Hof“?

Ich bin mal so frech, zu behaupten, dass das kein Zufall ist. 

Doch wie war das noch einmal mit “das Rad neu erfinden”?

 

 

Ein packender Thriller ohne Blut.

Aufgrund der Längen würde dieses Buch trotz allem zwei bis drei Sterne bekommen. Aber mir hat das Buch offensichtlich doch richtig gut gefallen – also wäre es eine Leseempfehlung mit vier Sternen.

Manchmal liest man einfach das richtige Buch zur richtigen Zeit.

 

 

Ps.: Wie unscharf die Bilder sind, merke ich erst jetzt. Aber ich finde, dass es zum Buch passt. 😉

 

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